Welche 3 Geräusche dir zeigen, dass du beim Strömen auf dem richtigen Weg bist

Das Strömen gilt gemeinhin ja als leise Kunst. Das Auflegen von Händen macht für gewöhnlich keine Geräusche, außer man übertreibt es… Auch sucht man sich meist eine eher stille Umgebung – will man schließlich durch das Strömen doch zur Ruhe kommen.

Von welchen Geräuschen spreche ich also, die dein Herz erfreuen können? Egal, ob man sich selber strömt oder geströmt wird, es gibt ein paar Laute, die du vielleicht auch schon mal gehört hast, wenn du Glück hattest. Diese sind ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass beim Strömen alles gerade ziemlich gut läuft!

 

1. Tiefes Ausatmen

Es gibt kaum etwas Befreienderes als aus tiefer Seele auszuatmen. Wer kennt das nicht? Nachdem wir vielleicht in irgendeiner Situation vor Schreck die Luft angehalten haben, können (und sollten) wir danach wieder tief durchatmen und die Anspannung loslassen.

Der Atem spielt beim Strömen insgesamt eine sehr wichtige, sogar die zentrale Rolle. Mit jeder Ausatmung können wir Altes, Verbrauchtes aus unserem Körper herauslassen und mit jeder Einatmung Frisches wieder aufnehmen. Meist „vergessen“ wir das Ausatmen ein bisschen oder lassen nicht ganz so los, wie es gut für uns wäre. Dann ist auch nicht genügend Platz für Neues.

Beim Strömen räumen wir in uns auf und kommen, wenn es gut läuft, in einen Zustand von Entspannung. Jetzt gelingt es uns auf einmal ganz leicht, ein paar der alten Kamellen oder gestaute Anspannung loszulassen. Und wie tun wir das? Vielleicht hast du schon mal beim Strömen unwillkürlich mit einem Bein oder Arm gezuckt. Auch hier entladen wir Spannung.

Am einfachsten ist es aber, schlicht tief auszuatmen. Es geht nicht darum, das bewusst zu tun. Das Ausatmen passiert einfach. Wir lassen mit einem tiefen Ausatemseufzer irgendetwas von dem gehen, was wir nicht mehr brauchen. Ohne dass wir konkret wissen müssten, was genau wir da gerade loslassen, ist es einfach ein herrliches Gefühl, so leicht und tief ausatmen zu können.

Wenn dies bei jemandem auf der Liege geschieht, weiß ich, dass da jemand gerade auf einem guten Weg ist. Und wenn du dich selber beim tiefen Ausatmen „ertappst“ – genieß es und freu dich darüber!

 

2. Bauchgurgeln

Ich liebe dieses Geräusch! Leider ist es den meisten Leuten nur so furchtbar peinlich. Das muss es aber überhaupt nicht sein, im Gegenteil, es ist Anlass zur Freude!

Hast du dieses Gurgeln beim Strömen auch schon mal erlebt? Dein Bauch grummelt, als wenn gerade 5 Wackersteine in ihm herumpurzeln. Es gurgelt, als würden Wasserleitungen in deinem Bauch verlegt. Perlende Gluckergeräusche entstehen, die manchmal sogar gar nicht aus deinem Bauch, sondern aus deinen Beinen aufzusteigen scheinen. Oder es ist nur ein dezentes Glucksen. Wenn das bei dir passiert, dann herzlichen Glückwunsch! Es ist ein ziemlich sicheres Zeichen dafür, dass du gerade einen Strom machst, der richtig was bei dir in Bewegung bringt.

Also bitte keine errötend hervorgebrachten Entschuldigungen mehr wie „Ich habe gerade noch einen Kaffee getrunken“ oder „Es muss wohl an dem Sauerkraut liegen, das ich heute Mittag gegessen habe“… Nein, dein Bauch entspannt gerade und tut seine Erleichterung hörbar kund. Das ist wunderbar!

 

3. Dezentes Schnarchen

Kommen wir jetzt zu dem Geräusch, das die Königsdisziplin darstellt: das Schnarchen. Wenn ich das in der Praxis höre, dann ist es mir das größte Kompliment: da ist jemand so entspannt und voller Vertrauen, dass auf der Liege sogar geschlafen wird. Da hat es jemand geschafft, seinen Kopf abzuschalten und der Körper kann nun ganz in Ruhe die Arbeit machen.

Ich ströme seit ein paar Wochen ein junges Mädchen, das recht ängstlich zu mir in die Praxis kam. Sie lag zu Anfang mit starr aufgerissenen Augen bei mir auf der Liege und an Entspannung war wenig zu denken. In der dritten Sitzung jedoch merkte ich, wie ihr langsam die Augenlider schwer wurden. Noch ein paar Mal auf und zu Flattern und dann hatte sie es geschafft. Sie fing tatsächlich an zu schlafen. Es rührte mich sehr, dass sie ihre Angst überwunden hatte und sich tatsächlich so tief entspannen konnte. Zugegeben: geschnarcht hat sie nicht, in diesem Fall sehe ich aber großzügig darüber hinweg.

Ob Schnarchen oder noch besser nicht – worauf ich hinaus will ist, dass beim Strömen einzuschlafen kein Drama ist. Im Gegenteil, es ist oft sogar ein großes Geschenk. Wenn ich selber geströmt werde, gelingt es mir nicht immer einzuschlafen. Aber wenn ich schlafen kann, dann ist es ein ganz besonderer Schlaf, für den mir immer wieder das Wort „selig“ in den Sinn kommt.

Auch wenn ich mich selber ströme, passiert es mir natürlich ab und zu, dass ich dabei eindöse. Wenn ich nach einiger Zeit wieder aufwache, liegen meine Hände oft noch an der gleichen Stelle. Und wenn nicht, dann ist das auch nicht schlimm. In diesem Zusammenhang finde ich es immer wieder bemerkenswert, wenn Leute zu mir kommen und ganz verzweifelt erzählen: „Ich ströme abends im Bett und dann schlafe ich meistens dabei ein.“ Das hört sich doch richtig gut an! Die Voraussetzungen, eine erholsame Nacht zu haben, könnten nicht besser sein.

 

Meine Strömtipps zum Thema

  • Ich finde leises Schnarchen beim Strömen ja durchaus charmant. Es kann aber auf die Dauer auch störend oder sogar gesundheitsgefährdend sein. Wer etwas gegen sein Schnarchen unternehmen möchte, kann es mit dem Halten der 14 (unterhalb des vorderen Rippenbogens) versuchen.
  • Um das Ausatmen und Loslassen zu unterstützen, können wir die 1 an der Innenseite der Knie halten.
  • Für mehr Gluckern und weniger Geräuschempfindlichkeit: Blasenstrom.

Und was sind deine Erfahrungen? Kennst du diese Geräusche auch schon? Habe ich noch andere wichtige vergessen? Schreib mir gerne einen Kommentar dazu.

1 Comment

  • Marion

    Reply Reply 15. Februar 2016

    Liebe Anke,
    ich höre oft schon beim Fingerhalten nach wenigen Minuten, wie mit einem tiefen Ausatmer eine erste Schicht Spannung von mir abfließt. Bei längeren Strömsequenzen erst recht. Das tut sooo gut! – Derzeit ströme ich täglich abends und manchmal auch morgens im Bett den Nabelstrom, und schlafe regelmäßig bereits beim 2. Griff ein (oft auch morgens, wenn ich eigentlich aufstehen will). Ob dann jemand schnarcht? Das bekomme ich wegen des wirklich tiefen ‚Nabelschlafs‘ leider nie mit. – Danke für deine vielen tollen und so humorvoll geschriebenen Tipps!

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