5 Tipps für einen Strömplan, der zu dir passt

Das Strömen hat dich angelacht? Und du hast gemerkt, dass es dir gut tut? Du möchtest mehr davon und bist bis in die Haarspitzen motiviert zu strömen? Du willst kontinuierlich dranbleiben und dauerhaft etwas für dich tun?

Nach diesem Moment der Euphorie käme im Film jetzt ein Geräusch, das die Wohlfühlwolke abrupt zerplatzen lässt, etwa so ein schauderhaftes Quietschen von Fingernägeln auf der Tafel, ein Zersplittern oder dieses „Nööööt“ wenn man eine falsche Antwort im Quiz gegeben hat.

Denn dann kommt das Leben dazwischen.

Wir starten alle mit den besten Absichten – nicht nur beim Strömen. Wir wissen um die Vorteile, die es uns bringen würde, gewisse Dinge als eine Gewohnheit in unserem Alltag zu etablieren. Und müssen dann schnell bemerken, dass die reale Umsetzung so ihre Tücken hat.

Beim Strömen handelt es sich meist um 2 Hürden, die wir nehmen müssen:

1. WAS will ich strömen?

2. WIE kann ich das Strömen in meinen Alltag integrieren?

In diesem Artikel widme ich mich zunächst der ersten Frage.

 

Was soll ich bloß strömen oder warum Fülle manchmal nervt

Vom Grundprinzip her gibt es 2 Möglichkeiten, in Schwierigkeiten zu geraten, wenn es um die Frage geht: Was soll ich denn jetzt bloß strömen?

Da gibt es zum einen die Situation, dass einem einfach gar nichts einfällt. Es geht dann darum:

Welcher Strom oder Griff ist überhaupt geeignet?

Häufiger ist aber das Gegenteil der Fall. Man ist überwältigt von der Fülle der Möglichkeiten und fragt sich:

Was davon ist denn nun das Beste?

Womit könnte ich anfangen?

Egal, an welcher der Fragen du akut arbeitest, in beiden Fällen gibt es Möglichkeiten, das Ganze in den Griff zu bekommen.

Strömplan

 

Schritt 1: Überlege dir dein momentanes Strömziel

Was möchtest du mit dem Strömen IM MOMENT erreichen?

  • Möchtest du ein oder mehrere aktuelle Projekte (das sind Probleme und Beschwerden) bearbeiten?
  • Möchtest du so viele Strömgriffe wie möglich ausprobieren?
  • Gibt es keinen ganz aktuellen Anlass, sondern möchtest du einfach ein tägliches kleines Wohlfühlritual einrichten?
  • Ist es noch etwas anderes?

 

Schritt 2: Triff eine Auswahl

Bitte versuche nicht, alle deine Projekte, die du derzeit wahrnimmst, auf einmal lösen zu wollen. Manchmal hängen Projekte direkt oder indirekt sowieso zusammen. Versuche einfach, dich auf ein oder höchstens 2 Themen für den Anfang zu fokussieren.

Peu a peu kannst du dann auch für andere Projekte strömen. Und es könnte passieren, dass sich auch „ungeströmte“ Projekte schon mitverändern, ohne dass du das gezielt geplant hättest.

 

Schritt 3: Finde Lösungsmöglichkeiten

Begib dich auf die Suche nach Strömvorschlägen.

  • Versuche zuerst, auf eigene Faust etwas herauszubekommen. Wälze deine Bücher, Unterlagen, Kursmitschriften... In diesem Rechercheprozess verbirgt sich oft schon erste Erkenntnis jenseits von konkreten Strömtipps.
  • Frage andere nach ihren Erfahrungen, z.B. im Strömforum. Dort gibt es inzwischen ein riesiges Archiv an Strömtipps für so ziemlich jedes Projekt, das man sich vorstellen kann. Wenn deins wider Erwarten noch nicht mit dabei sein sollte, frage nach, es gibt dort bestimmt jemanden, der dir weiterhelfen kann. Gleiches gilt natürlich für viele andere Onlinegruppen (s. Jin Shin Jyutsu vernetzt).

Du möchtest etwas „grundsätzlicher“ strömen und nicht gezielt für ein bestimmtes Projekt? Auch hierfür gibt es ganz viele Möglichkeiten.

  • Ströme nach dem aktuellen Tagesdatum, so hast du im Laufe eines Monats alle „Sicherheits“-Energieschlösser mind. einmal bedacht.
  • Ströme zu verschiedenen Uhrzeiten die dazugehörigen Organströme.
  • Richte dich nach den Jahreszeiten und wähle dazu passende Ströme.
  • Nutze die Zahlen deines Geburtsdatums oder ströme möglichst oft den Strom, der deinem Sternzeichen* zugeordnet ist.

 

Schritt 4: Mach dir einen Plan

Auch wenn das jetzt ein bisschen unspontan und bieder wirkt, ich schlage es trotzdem vor. Weil die Erfahrung zeigt, dass es für die meisten besser funktioniert, wenn man einen Plan hat.

Die Alternative ist, dass man sich jeden Morgen wieder neu überlegt: „Was könnte ich denn heute mal strömen?“ Vielleicht bist du der Typ, bei dem das funktioniert.

Für mich erhöht das aber deutlich den Stress und führt meist dazu, dass ich dann „irgendwas“ ströme. Das ist zwar besser als nichts, entspannter und auch zielführender ist es aber, an einer Sache für einen gewissen Zeitraum dranzubleiben.

  • Suche dir also ein paar konkrete Ströme/Griffe aus, die du in Schritt 3 herausgefunden hast.
  • Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor.
  • Überlege, womit du anfangen willst und was du dann als nächstes ausprobieren willst usw. Behalte dabei immer im Hinterkopf, dass alles seinen Beitrag leisten wird und es nicht darum geht, den einen perfekten Strom zu finden.
  • Gib einem Strom die Chance, seine Wirkung zu entfalten. Mache nicht zu viel durcheinander und gib nicht zu schnell auf.
  • Passe deinen Strömplan an, je nachdem, welche Erfahrungen du machst. Zwinge dich also nicht zu einem Strom, der dir unangenehm ist. Wenn ein Strom dir besonders gefällt, verlängere seine Aufenthaltserlaubnis in deinem Strömplan, auch wenn du etwas anderes als nächstes geplant hattest. Erforsche, mit welchen anderen Strömen dieser Strom gut zusammenarbeitet und lass dich davon führen.

Natürlich wissen wir alle, dass Gott über unsere Pläne lacht. Doch ich halte es da mit Friedrich Dürrenmatt:

Je planmäßiger die Menschen vorgehen,
desto wirksamer trifft sie der Zufall.

Womit wir beim letzten Schritt angekommen sind.

 

Schritt 5: Gib der Spontanität Raum und dem Zufall seine Chance

Vielleicht gehörst du zu denen, die keine Pläne mögen. Oder du hattest von vorneherein vor, einfach so viele Griffe wie möglich in der nächsten Zeit auszuprobieren. Oder du hast dir zwar einen Plan gemacht, brauchst aber noch ein paar Anregungen, wie du sich spontan ergebene Strömmöglichkeiten nutzen könntest. Hier ein paar Kreativvorschläge:

  • Lass den Zufall entscheiden. Schlag eins deiner Strömbücher an irgendeiner beliebigen Stelle auf und ströme, was dort steht. Du kannst dafür nach dem gleichen Prinzip auch Strömkarten nutzen, den Strömkalender oder du baust dir deinen eigenen Lostopf aus speziell von dir ausgesuchten Strömvorschlägen, die dich ansprechen.
  • Lass dich von deiner Umgebung inspirieren. Du sitzt im Theater und dein Sitz hat die Nummer 15? Dann weißt du ja, was du während der Vorstellung halten kannst (dann aber bitte nicht so laut angeregt durch die 15 kichern, wenn es sich um ein Drama handelt!)
  • Dir läuft zurzeit immer wieder eine ganz bestimmte Zahl über den Weg? Sie fällt dir immer wieder ins Auge? Ström sie!
  • Es ist gerade 13:23 Uhr und du hast noch kurz Zeit, um zu strömen? Tja, wie wäre es damit, entweder die 13 oder die 23 oder beide nacheinander zu strömen?

alarm-clock2

 

Wie geht es weiter?

Nachdem nun also klar ist, WAS man strömen möchte, ist der ultimative Zaubertrick, sich das Strömen ANZUGEWÖHNEN. Es zum alltäglichen Bestandteil jedes einzelnen Tags zu machen. Gar nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, ob man strömt. Denn nur die kontinuierliche Anwendung wird die Veränderung bewirken, die du dir erhoffst.

Die tägliche Anwendung der einfachen Sequenzen ist es, die Ergebnisse erzielt und unsere Geduld entwickelt. Die Sequenzen zwar zu kennen, sie aber nicht anzuwenden, bleibt dagegen fruchtlos.
MARY BURMEISTER, Selbsthilfebuch 1, S.9

Dazu gibt es hier den 2. Teil: 8 Tipps, wie du beim Strömen dranbleibst. Und: Was wir von berühmten Frauen wie Angela Merkel und Meryl Streep über das Strömen lernen können.

 

Meine Strömtipps:

  • Setze dich für einen Moment auf deine Hände - damit strömst du die 25. Die 25 wird dir helfen, still zu werden, deinen Geist zu beruhigen und zu klären. Dann bist du besser in der Lage, konzentriert und fokussiert zu sehen, was dir gerade gut tun würde.
  • Du kannst dich zwischen 2 oder mehr Strömideen partout nicht entscheiden? Halte dir eine oder beide 11 (im Bereich zwischen Nackenansatz und Schulter) – die 11 hilft uns, die Entscheidung zu treffen, welche der Top-Ideen wir als erstes umsetzen möchten.
  • Am wichtigsten beim Strömen ist es, sich bei allem Spezialwissen, nach dem man lechzt, immer wieder auf die Einfachheit zu besinnen. Dafür ist das Halten einzelner oder aller Finger ideal : )

 

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4 Comments

  • Sabine

    5. Dezember 2016

    Liebe Anke!

    Danke für diese schöne Zusammenstellung und die vielen Tipps!
    Vieles kommt mir sehr bekannt vor…
    (Außer vielleicht der Moment mit dem „Nööööt“. – Seitdem ich vor zwei Jahren das Strömen kennengelernt habe, habe ich jeden Tag geströmt, wenn auch manchmal nur kurz.)

    Ich habe seit längerem einen recht einfachen Strömplan für mich entwickelt, der mir gut bekommt:

    Als erstes ströme ich jeden Morgen alle Finger intensiv, danach den Milzstrom und den jeweiligen Tipp aus dem Strömkalender, jetzt abgelöst durch den Adventskalender.
    Ich bemühe mich, jeden Finger intensiv zu strömen und stelle immer wieder fest, dass anschließend alle Schlösser schon „bereit“ sind. Das ist immer wieder ein kleines bzw. großes Wunder!

    Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit
    Sabine

    • Anke Oltmann

      16. Dezember 2016

      Liebe Sabine,

      das hört sich nach einem großartigen Strömplan an! Da ist wirklich an alles gedacht 🙂

      Weiterhin viel Freude
      Anke

  • Jenni

    16. Dezember 2016

    Liebe Anke,
    danke für einen weiteren wunderbaren Artikel! Ich liebe deine konstruktiven, liebevollen Tipps, die schon so viel Ruhe ausstrahlen, dass ich mich beim Lesen schon entspannen kann. 🙂
    Danke und liebe Grüße!
    Jenni

    • Anke Oltmann

      16. Dezember 2016

      Danke, liebe Jenni, das freut mich 🙂