Strömen ist einfach: Welche Umwege und Sorgen du dir sparen kannst

 

Wir hören immer wieder, dass man beim Strömen nichts falsch machen kann. Und im Prinzip ist das auch so. Dennoch erwischt uns – gerade am Anfang – gerne mal die Unsicherheit und dann machen wir vielleicht einen oder mehrere dieser typischen 5 Denkfehler:

1. Sich zu viele Sorgen machen

Halte ich die richtige Stelle? Drücke ich zu fest oder zu wenig? Mache ich überhaupt die richtige Seite? Wie soll ich meine Hand halten? Was muss ich noch beachten?

Fragen über Fragen, dabei gilt beim Strömen: Probieren geht über Studieren. Beim Selbstströmen kann eigentlich nichts schief gehen. Hör auf dein Gefühl und mach das, was dir gut tut. Teste z.B. mal die eine, dann die andere Seite und spür nach, welche davon gerade angenehmer ist. Lass dich von den Sorgen nicht abhalten, sondern leg los!

Mary Burmeister sagt dazu:

Deine Hände sind schlauer
als dein Kopf je sein kann!

Darauf vertraue ich fest und das kannst du auch.

 

2. Auf den richtigen Augenblick warten

Jetzt kann ich gerade nicht strömen – ich bin so unentspannt. Es ist hier so laut. Ich habe mein Strömbuch nicht dabei. Eigentlich muss ich noch aufräumen. Müde bin ich auch. Und überhaupt, ich muss erst noch mehr lernen, damit ich anfangen kann.

Stopp! Jeder Augenblick ist der richtige. Du musst nicht entspannt sein, um zu strömen. Deine Umgebung muss nicht perfekt aufs Strömen abgestimmt sein und es ist auch in Ordnung, beim Strömen abgelenkt zu sein. Lieber Strömen als Nichtströmen! Und die perfekten Strömaugenblicke dann um so mehr genießen…

 

3. Den EINEN Strom finden wollen

Wir haben natürlich die Hoffnung, dass es DEN einen Strom oder DAS eine Schloss gibt, das all unsere Projekte auf einen Schlag löst. Und bei der Suche nach dem Alleskönner übersehen wir die vielen kleinen Helferlein, die uns Schritt für Schritt auf unserem Weg voranbringen können.

Statt also unsere Zeit in endlose Überlegungen zu investieren, strömen wir doch lieber los und gucken, wohin uns das führt. Statt auf den einen großen Durchbruch zu hoffen, lassen wir die Dinge sich lieber in ihrem eigenen Tempo entwickeln. Nehmen wir ruhig den Umweg, meist führt er uns am schnellsten zum Ziel…

 

4. ALLE Ströme am liebsten gleichzeitig machen wollen

Das ist die andere Seite der Medaille, die ich gerade beschrieben habe. Wenn wir ein Buch zum Strömen gelesen haben oder noch schlimmer: ein Seminar besucht haben, dann schwirrt den meisten der Kopf. So viele Ströme und Schlösser und so ziemlich alle hören sich so an, als wenn man sie gerade gut gebrauchen könnte… Das Strömen bietet meist reichlich Auswahl und damit ist man schnell mal etwas überfordert.

Auch hier liegt die Lösung nun nicht darin, im Akkord so viele Ströme wie möglich zu machen, damit man ja nichts „vergisst“ oder „verpasst“. Es ist sinnvoller, sich nur ein paar wenige Schritte oder Ströme, vielleicht 2-3, rauszusuchen und damit zu beginnen. Diese kann man dann im Laufe der Zeit austauschen, ergänzen oder beibehalten.

Die Entscheidung, mit welchem Strom man beginnt, ist nicht entscheidend. Wichtig ist zu beginnen. Und das möglichst ohne Druck und Stress.

Lies hierzu auch den Artikel 5 Tipps für einen Strömplan, der zu dir passt.

 

5. Nicht strömen

Du kannst alle Blog-Artikel lesen und dir viele Strömbücher kaufen. Dich intensiv mit den Strömen auseinandersetzen, Kurse besuchen und dir tolle Strömgeschichten anhören. Es wird dir alles sehr wenig nützen, wenn du nicht selber mit dem Strömen anfängst. Ob du dich nur selber strömst oder auch zu Sitzungen gehst, ist lediglich eine Frage von Luxus. Die wirklich tiefgreifenden Veränderungen geschehen nur, wenn du dich regelmäßig strömst. Oder wie Mary Burmeister es auszudrücken pflegte:

Es gibt nur eine Möglichkeit, dass es nicht wirkt.
Wenn du es nicht anwendest.

 

Mein Strömtipp:

All das Gesagte weist darauf hin, dass es eine gute Idee wäre, sich den Daumen zu strömen. Links oder rechts? Probier es aus. Das Daumenhalten hilft uns bei unseren Sorgen, es hilft, einen Anfang zu finden und einfach Vertrauen zu haben. Den Daumen können wir in jeder noch so unentspannten Situation halten – Daumen geht immer! Und alles andere kommt dann von selbst.
P.S. Und falls du dir Sorgen machst, warum dein Bauch so gluckert, wenn du dich strömst, dann lies hier, warum das ein gutes Zeichen ist:

P.P.S. Du hast neuerdings Probleme, beim Strömen rechts und links zu unterscheiden? Keine Sorge, du befindest dich in bester Gesellschaft:

 

8 Comments

  • Bettina

    Reply Reply 26. Oktober 2015

    Hallo Anke
    Ganz toll Deine neue Seite! Ich bin richtig begeistert.
    Allein das durchstöbern macht schon Lust auf’s Strömen.
    Hab‘ mir auch gleich das 7 Tage Paket ‚gegönnt‘ und ströme schon fleißig den 1. Tip! Vielen Dank und ganz viel Spaß und Erfolg mit Deiner Seite.
    Lieben Gruß Bettina

    • Anke Oltmann

      Reply Reply 26. Oktober 2015

      Liebe Bettina,

      ganz herzlichen Dank für deine Rückmeldung! Das freut mich sehr und macht mir Mut ;)
      Viel Spaß beim Strömen – auch in den nächsten 6 Tagen –
      und alles Liebe
      Anke

  • Sabine

    Reply Reply 26. Oktober 2015

    Liebe Anke!
    Das klingt bzw. liest sich alles wunderbar!
    Tolle Idee!
    Viel Erfolg und: Danke!
    Sabine

    • Anke Oltmann

      Reply Reply 26. Oktober 2015

      Liebe Sabine,

      freut mich, dass es dir gefällt!
      Wir sehen uns hoffentlich bald :)

      Herzliche Grüße
      Anke

  • Martina

    Reply Reply 27. Oktober 2015

    Liebe Anke!

    Super gelungene Präsentation, einfache und verständliche Erklärungen, schöne Idee, Interviews zu veröffentlichen, und somit hast du einfallsreich und gelungen ein neues Kapitel zur „JSJ-Fernwartungsunterstützung“ aufgeschlagen!

    Das macht Lust aufs Stöbern, Ausprobieren, Mitströmen und Sich-selbst-kennenlernen und neugierig auf mehr!

    Ich wünsch dir ganz viel Erfolg bei deinem neuen Strömprojekt!
    Martina

    • Anke Oltmann

      Reply Reply 27. Oktober 2015

      Liebe Martina,

      DANKE!
      „JSJ-Fernwartungsunterstützerin“ – vielleicht wird das irgendwann mal eine Berufsbezeichnung ;)
      Viel Freude beim weiteren Stöbern und bis hoffentlich bald mal wieder
      Anke

  • Sabine

    Reply Reply 30. Oktober 2015

    Liebe Anke!
    Ganz auf die Schnelle zwischendurch ein dickes Dankeschön für das 7Tage-Startpaket!
    Es bringt frischen Wind in den Strömalltag.
    Besonders gut finde ich den Tipp mit dem Schnellströmen. Beweglichkeit im Umgang mit dem Strömen ist angesagt! Es nimmt mir viel vom dem Mindestens-Drei-Minuten-Strömen-Druck!
    Danke!
    Und allen ein schönes Wochenende!
    Sabine

    • Anke Oltmann

      Reply Reply 31. Oktober 2015

      Liebe Sabine,
      schön, dass dir das 7-Tage-Startpaket gefällt!

      Das mit diesen ominösen 3 Minuten höre ich immer mal wieder und frage mich dann jedes Mal, woher das wohl kommt… Das Schöne beim Strömen ist ja, dass es in der Selbsthilfe kein „Du sollst aber mindestens“ und „Du darfst nicht“ gibt. Das regelt sich wunderbar von selbst. Gut, dass du diese Freiheit für dich jetzt entdeckt hast! Mary Burmeister schreibt dazu im Selbsthilfebuch 1 auf der Seite 9:

      >>Es gibt [für die Anwendung] keine festen Regeln. Sie selbst können alles nach Ihren persönlichen Anforderungen „maßschneidern“.< <

      Dir viel Spaß dabei!
      Anke

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