Sich selbst heiraten - 13

Neulich hat es eine Frau in Hamburg getan. Und vor ihr eine Frau in Italien und vor ihr schon etliche Frauen (und einige Männer) in Amerika und anderen Ländern.

Sie haben sich selber geheiratet.

Manche für sich in der Stille, andere mit Kirche, Treueschwur, großer Feier und Hochzeitstorte.

Ihre Motivation? Statt zu einem anderen Menschen „Ja“ zu sagen, haben sie sich entschieden, zu dem Menschen „Ja“ zu sagen, mit dem sie definitiv den Rest ihres Lebens verbringen werden.

Ihr Gelübde enthält das Versprechen, sich selbst zu achten, zu lieben und sich gut um sich zu kümmern. Oder wie eine der Frauen zitiert wird: „Meine Selbstheirat erinnert mich daran, konstant an mir zu arbeiten.“

Statt also weiter auf den einen Menschen zu warten, der einen glücklich macht, haben diese Menschen sich zunächst dafür entschieden, selber für ihr Glück verantwortlich zu sein.

 

Ist sich selber heiraten nicht ein bisschen…

Selbstverliebt? Egozentrisch? Bindungsarm? Will da nicht jemand einfach nur seinen Prinzessinnentraum ausleben?

Ja, natürlich, diese Aspekte können eine Rolle spielen und sind in jedem Einzelfall sicher zu hinterfragen.

Aber wie immer, wenn man etwas im ersten Moment vielleicht ein bisschen belächelt – es steckt doch dann meist ein kleiner Stachel mit einer Botschaft für uns hinten dran.

Wie ist das eigentlich bei uns selber? Wie halten wir es damit, uns selbst zu achten und zu ehren? Wie gehen wir mit uns im Alltag um? Wie behandeln wir den Menschen, als der wir jeden Morgen aufwachen und den ganzen Tag verbringen – und zwar bis zum allerletzten Tag unseres Lebens?

Ist unsere Liebe und Wertschätzung uns selber gegenüber so groß, dass wir uns – falls wir jemals in die Verlegenheit kämen – selber heiraten würden? Stehen wir zu uns, unseren Stärken und unseren Schwächen? Können wir unsere eigenen Macken ertragen? Haben wir ein tröstendes Wort für uns selber, wissen wir, was uns gut tut, umsorgen wir uns, wie wir es für einen geliebten Partner tun würden?

 

Kommen die anderen dann nicht zu kurz?

Das Ja-Sagen zu sich selber schließt überhaupt nicht aus, auch zu anderen Ja zu sagen. Es muss nicht egoistisch sein, zunächst sich selber zu lieben.

Ganz im Gegenteil ist die Akzeptanz von sich selber eine Voraussetzung für gut funktionierende Beziehungen im Außen. Die Autorin Eva-Maria Zurhorst bringt es in ihrem viel gelesenen Buch im Titel so auf den Punkt: Liebe dich selbst, und es ist egal, wen du heiratest*.

Wer von uns wünscht sich nicht eine Partnerschaft mit einem Menschen, der sich mit sich selber wohl fühlt, um seine Bedürfnisse weiß und nicht andere für deren Erfüllung verantwortlich macht, sondern sich selber um seine Harmonie kümmert?

Was könnten wir also Besseres tun, als uns selbst zu mögen, wenn wir glückliche Beziehungen zu anderen haben wollen?

 

Eine Liebeserklärung an der 13

Das Thema einer gesunden Selbstliebe ist ein zentrales für den Menschen und findet sich daher auch in vielen Religionen und Philosophien wieder.

So wundert es nicht, dass auch im Jin Shin Jyutsu eins unserer „Sicherheits“-Energieschlösser den exklusiven Auftrag hat, sich um unsere Selbstliebe zu kümmern. Es ist unsere 13 – völlig passend auf Höhe des Herzens oberhalb der Brust beheimatet -, die sagt: „Liebe deine Feinde – auch und gerade die unangenommenen Teile in dir selber“.

Alles, was mit mangelndem Selbstwert, Selbstzweifeln oder gar Selbsthass zu tun hat, Menschen, die sich nicht liebenswert fühlen und nur Kritik für sich selber übrig haben – hier hat die 13 ihre große Stunde, um das zu befrieden!

Immer, wenn wir die 13 strömen, stellen wir uns selber die Frage: „Stehe ich zu mir? Liebe ich mich so, wie ich bin? Würde ich mich heiraten?“ Die 13 hilft uns dabei, dann ganz viele gute Gründe zu finden, warum wir unbedingt „Ja“ sagen sollten.

Je freier die Energie durch unseren Brustkorb und die 13 fließen kann, desto mehr werden wir vor allem fühlen, wie schön es ist, sich seine Schwächen zu vergeben und liebevoll und gnädig mit sich selber umzugehen. Einfach in einer Liebe zu baden, die nichts mit Narzissmus und Eitelkeit zu tun hat.

 

Aber die 13 ist doch eine Unglückszahl

Manchen, die bis hierher gelesen haben, ist inzwischen vielleicht etwas unwohl geworden.

„Das mit der Selbstliebe ist ja gut und schön – aber ich habe einfach nichts Liebenswertes an mir.“

„Ich käme mir eitel und selbstverliebt vor, wenn ich sagen würde, dass ich mich selber toll finde.“

„Nur mit Selbstkritik kommt man voran. Ich halte nichts davon, mit mir zufrieden zu sein.“

Okay. Kenne ich. Von mir selber.

Ist es nicht spannend, wie viele von uns diesen Aspekt vehement abwehren? Anderen gestehen wir gerne alle Liebe und Fürsorge zu. Aber uns selber?

Es ist jetzt ein kleiner Abweg, aber ich finde es an dieser Stelle so interessant, dass es ausgerechnet die 13 geworden ist, die sich um dieses heikle Thema kümmert.

Gilt sie doch in vielen Gegenden als Unglückszahl und unheimlich. Es gibt sogar einen psychologischen Ausdruck dafür:

Triskaidekaphobie

Furcht vor der Zahl 13 (aus dem Altgriechischen triskaideka: 13, phobie: Angst)

Wie weit verbreitet diese Furcht in unserem Alltag ist, sieht man z.B. daran, dass es in manchen Hochhäusern keinen 13. Stock gibt. Flugzeuge verzichten auf eine 13. Sitzreihe, Hotels auf die Zimmernummer 13 und es gibt zahllose weitere Beispiele (s. z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Triskaidekaphobie).

Die Wurzeln dieses Aberglaubens reichen weit zurück und man kann sie aus vielen verschiedenen Bezügen herleiten, s. z.B. https://www.spektrum.de/news/woher-kommt-die-furcht-vor-freitag-dem-13/340269

 

Die 13 gibt uns die Wahl

Die 13 übersteigt numerologisch die formale Struktur der 12 und fordert uns auf, uns ins wilde Leben zu stürzen. Ohne Netz und doppelten Boden.

Ins Gefühl zu gehen – für andere und noch wichtiger: für uns selber! Auch wenn sich das gefährlich und ungewohnt anfühlt, vielleicht sogar etwas verboten.

Die 13 begleitet uns auf unserem Weg, uns selber immer besser kennen zu lernen. Sie zeigt uns unsere liebenswerten Seiten und hilft uns dabei, es gut mit uns selber bis an den Rest unserer Tage auszuhalten.

Denn mal ehrlich: Die Frage, ob wir uns selber heiraten würden, stellt sich nicht wirklich, wir haben ja sowieso keine Wahl. Aber wir können Einfluss darauf nehmen, ob es eine glückliche oder eine unglückliche Beziehung mit uns selber wird.

 

Meine Strömtipps rund ums Heiraten (von sich selber oder anderen):

Die 13 hilft in allen Liebesdingen. In der Liebe zu sich selbst, aber auch in Partnerschaften, Familien, bei Liebeskummer und anderen emotionalen Verletzungen. Sie fördert unsere Fruchtbarkeit im körperlichen wie auch geistigen Sinn und ist ein Schloss, das man gar nicht oft genug bedenken kann.

Mehr zur 13 und allen anderen „Sicherheits“-Energieschlössern findest du im Selbsthilfebuch 2.

 



 

    2 replies to "Würdest du dich heiraten?"

    • Regina Groening

      Guten Morgen liebe Anke,
      danke für deinen anregenden Text.
      Es gibt von Charlie Chaplin ein Gedicht, dass er anlässlich seines 50. Geburtstags geschrieben hat.
      Hier der Link: https://sich-leben.com/charlie-chaplins-weisheit/
      Liebe Grüße Regina

    • Claudia Liedl

      Liebe Anke,
      Wieder einmal ein wunderschöner Artikel von Dir zu DEM Lebensthema schlechthin, der LIEBE ❣️
      Selbstliebe ist der Schlüssel zu allem und wird so wenig gelehrt, umso besser, dass wir um unsere 13 wissen.
      Vielen Dank dafür und einfach nur schön, am 26 sten sich um die 13 zu kümmern, alles passt wie immer perfekt zusammen 😍
      Alles Liebe
      Claudia

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