Von und mit Kindern lernen

Gemeinsam mit Kindern zu strömen und ihnen das Jin Shin Jyutsu näher zu bringen, ist eine löbliche Aufgabe! Meist ist es Herausforderung, Spaß und eigene Lehrstunde in einem :)

Bereits vor einiger Zeit stellte ich in diesem Video einige der Möglichkeiten vor, wie man mit Kindern strömen kann:

Ein PDF mit allen Bezugsquellen zu den vorgestellten Materialien findest du am Ende dieses Artikels.

Angeregt durch dieses Video erhielt ich Zuschriften von Leserinnen, die schon mit Kindern arbeiten bzw. gearbeitet haben. Einige ihrer Ideen und Impressionen von ihrer Arbeit möchte ich dir in diesem Artikel vorstellen.

 

Mit Musik geht vieles leichter

Da viele Kinder gerne singen, bietet es sich an, sich dem Strömen musikalisch zu nähern. Das Buch „Luca“ von Ilse Fraisl habe ich dazu ja schon vorgestellt und ich höre immer wieder, dass es sehr gerne bei der Arbeit mit Kindern eingesetzt wird.

 

Eine Leserin schrieb mir zu ihrer Arbeit im Kindergarten auch folgendes:

Der Einstieg erfolgt mit einem Kinderlied über die Hände, dessen Text ich mit der Kindergärtnerin entsprechend geändert habe. Hierin werden schon ein paar Griffe „besungen“ und die entsprechenden Gesten dazu gemacht. Ich bin erstaunt, wie gut sich die Kinder das merken.

 

Malen, Basteln, Kleben

Großer Beliebtheit (vor allem bei den Kindern) erfreut es sich, die Hände direkt zu bemalen, z.B. mit Gesichtern passend zur Einstellung oder mit den Farben passend zur jeweiligen Tiefe, die den Fingern zugeordnet sind.

Da das nicht von allen Eltern gerne gesehen wird (so wegen schmutzig werden), gibt es zum einen die Möglichkeit, mit Fingerpuppen zu arbeiten (s. Bezugsquelle im Anhang).

Meine Kollegin Karin Weick, die schon seit vielen Jahren Kinderkurse gibt, hat sich außerdem folgenden Kniff dazu ausgedacht: für den Finger-Zehen-Strom werden die Finger- und Fußnägel einfach farbig lackiert. So weiß man gleich, welchen Finger man mit welchem Zeh zusammen halten muss.

Strömen mit Kindern 1

Und dann bleibt ja immer noch die Möglichkeit, auch einfach eine Hand aufmalen zu lassen und diese je nach Geschmack, mit Farben, Gesichtern, Aufklebern usw. zu schmücken.

Dies kann man auch mit T-Shirts machen:

Kinder und Strömen - T-Shirt Kinder und Strömen - T-Shirt

 

Spüren & Anwenden

Meine Kollegin Susanne Wirsching hat nicht nur ein gemaltes Memory für die 26 „Sicherheits“-Energieschlösser entworfen (s.u.), sondern hat auch ein „Fühl-Memory“ hergestellt bzw. bastelt es gemeinsam mit Kindern.

Aus Schleifpapier verschiedener Stärken bzw. Körnungen habe ich mit Hilfe kleinformatiger Passepartouts Memorykärtchen gebastelt. Wie beim Memory liegen die Karten dann verdeckt und die Kinder dürfen nur die Unterseite fühlen und müssen die passenden Pärchen finden. Dadurch, dass es verschiedene Farben von Schleifpapier (orange, schwarz, braun, beige…) gibt, sehen die Kinder gleich, ob „richtig“ gefühlt wurde und das Pärchen passt.

Zwei weitere Ideen, von denen Karin Weick mir berichtete, sind folgende:

Ich habe eine Tastbox gebastelt, in die ich verschiedene Gegenstände lege, die dann von den Kindern ertastet werden. Das mache ich immer zum Einstieg, wenn es um das Fühlen mit unseren Händen geht.Kinder und Strömen - TastboxZur Demonstration habe ich immer mein Starthilfekabel vom Auto und einen kleinen Leuchtwürfel dabei, der zu leuchten beginnt wenn man beide Pole berührt. Wie beim Strömen eben.

Hinterher wird ganz gemütlich gemeinsam geströmt!

Kinder und Strömen Strömen mit Kindern

Und wenn die Kinder größer werden?

Absolut unterstützenswert  und praktikabel finde ich folgende Idee, die mir zugetragen wurde: Wie wäre es, wenn im Krankenzimmer jeder Schule ein Strömbuch, z.B. „Jin Shin Jyutsu macht Schule“, liegen würde? Für die meisten üblichen Schulhof- und Sportverletzungen finden sich leichte Handgriffe, die man entweder als erste Hilfe oder zur Überbrückung, bis man medizinische Hilfe erhält, anwenden könnte. Evtl. wäre es sogar denkbar, dass die Schüler sich in diesen Situationen gegenseitig strömen könnten. Man stelle sich den Spaß beim Händestapeln über einem Bienenstich vor!

Na klar, je älter die Kinder werden, desto größer werden ihre Hemmungen und ihre Bereitschaft zum Strömen schwindet. Doch wie schrieb eine Mutter so schön:

Erfahrungsgemäß gibt es in der Pubertät mal eine Durststrecke – kommt aber wieder! Meine Jungs wollten sich auch nicht immer strömen lassen, aber ich habe dann beobachtet, wie sie heimlich die Finger gehalten haben. Das steckt einfach in ihnen drin.“

Und das ist es doch letztlich, auf was es hinauslaufen könnte. Das Strömen ist den Kindern so vertraut, dass es zu einem ganz normalen Teil ihres Alltags gehört. So hörte ich neulich die Geschichte von einem Kind, das seine Mutter ganz nachdenklich fragte: „Du, Mama, wie machen das eigentlich Leute, die nicht strömen?“

 

Mein Strömtipp:

Die 13 ist das „Sicherheits“-Energieschloss des Kindes. Es hilft dem Kind, sich zu entwickeln und auch als Erwachsener, das Kind in sich nicht zu vergessen. Die 13 fördert zudem unsere Kreativität und hilft uns bei der Entwicklung von fruchtbaren Ideen – ideal also, um es mit Kindern, für Kinder und für die Arbeit mit Kindern anzuwenden. Halte deine Hände daher immer mal wieder über Kreuz oder ungekreuzt auf den Bereich oberhalb der Brust und lass das Kind in dir strahlen.

13 halten

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an Karin Weick (www.jsj-hegau.de), die die tollen Fotos für diesen Artikel bereitgestellt hat!

Wie versprochen hier die Liste mit allen vorgestellten Materialien aus Video und Artikel:

 

Außerdem aus aktuellem Anlass der Hinweis, dass die Memorykarten zu den „Sicherheits“-Energieschlössern wieder erhältlich sind. Bei Interesse wende dich bitte an:

Susanne Wirsching
Panoramastrasse 32
72805 Lichtenstein
info@jsj-lichtenstein.de
Telefon: 07129 / 2882
Karten-Set mit 2 x 26 Karten 36,00 Euro  + 4,50 € Versand innerhalb Deutschlands

 

 

 

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