Falls du vorhast, in Kürze mal zu einer Jin Shin Jyutsu-Sitzung zu gehen, aber noch ein bisschen unsicher bist, was dich erwartet, zeige ich dir, was du alles rund um eine Sitzung wissen musst: wie und ob man sich vorbereiten kann, was während einer Sitzung vor sich geht und was man im Nachhinein noch beachten kann.

Los geht’s mit allem, was im Vorfeld zu einer Sitzung wichtig ist:

Hinweis: Hier geht’s zu Teil 2, Teil 3 folgt in den nächsten Wochen

Das erste Mal! Für manche ist ihre erste Strömsitzung ein aufregender Moment. Man hat vielleicht schon von jemandem etwas darüber gehört. Aber so richtig weiß man dann doch nicht, was auf einen zukommt.

  • Wie wird es sich anfühlen?
  • Wird irgendetwas Unvorhergesehenes passieren?
  • Kann man sich der Person, die einen an der Liege empfängt, wirklich anvertrauen?
  • Und wie mache ich alles richtig – oder kann ich auch was falsch machen?

Beginnen wir mit der Frage:

Wann und wie „darf“ ich überhaupt zu einer Sitzung gehen?

Für mich als Jin Shin Jyutsu-Praktikerin gehört es zu den selbstverständlichsten Dingen, zu einer Jin Shin Jyutsu-Sitzung zu gehen. Es ist für mich nicht nötig, sich in irgendeiner Weise zu erklären oder einen „richtigen“ Grund dafür zu haben. Geströmt werden geht immer!

Doch viele Menschen, die zum ersten Mal kommen, sehen das (noch) anders. Sie fragen: „Welche Krankheit oder welches Problem muss ich haben, damit ich zu dir kommen kann?“ Man könnte antworten: „Alles oder auch nichts.“

Viele machen sich auch Gedanken darüber, dass sie „adäquat“ in eine Sitzung kommen. Der gern gegebene Rat, sich „etwas Bequemes“ zur Sitzung anzuziehen, wird anfangs häufig gerne ignoriert. Ich gebe hierzu zu bedenken, dass man einfach nur eine Stunde lang auf einer Liege liegt und meist mit einer Decke zugedeckt ist – und ich kenne nicht eine Praktikerin, die während der Sitzung irgendwelche Modetrendstudien betreiben würde…

Aber ich bin krank!

Wirklich merkwürdig wird es für mich, wenn Leute mich vor der Sitzung kontaktieren, um mir zu sagen, dass es ihnen nicht gut geht oder sie etwas kränklich sind und deswegen den Termin absagen müssen. Wir reden jetzt nicht von Zuständen, in denen man fiebergeschüttelt nicht mehr klar aus den Augen gucken kann oder Lungenentzündung mit blutigem Auswurf oder hochansteckende Hautblasen hat. Hier bin ich selbstverständlich auch dafür, dass die betreffende Person sich nicht unnötig aus dem Haus bewegen sollte.

Doch eine Erkältung, eine Krankschreibung wegen Rückenschmerzen, traurige Stimmung wegen der bevorstehenden Scheidung… Ich frage mich dann: Wann sollte man zum Strömen gehen, wenn nicht in einer solchen Situation?

Also:

Jede(r) wird so in der Praxis empfangen, wie er/sie gerade ist: In dem Aussehen, der Verfassung, der Stimmung. Niemand muss sich herausputzen, gute Laune aufsetzen oder schon völlig gesund sein.

Die Vorbereitung

Eine der häufigsten Fragen, die mir begegnet, wenn jemand das erste Mal kommt ist: Muss ich was mitbringen?

Die Antwort ist: Nein. Man muss nur sich selber mitbringen, denn es geht dabei ja um dich.

DIE SOCKEN-AUSNAHME:

Fall 1:
Wenn du zu kalten Füßen neigst, nimm dir ein Paar dicke Socken mit.

Fall 2:
In der Barfuß-im-Schuh-Saison oder nach einem langen Tag in den nicht ganz so atmungsaktiven Schuhen freut sich deine Praktikerin über vor der Sitzung frisch angezogene Socken.

Noch ein paar kleine Tipps, worauf du vor einer Sitzung achten kannst

Wenn es deine erste Sitzung sein wird:

  • Versuche erst gar nicht, dir lange vorzustellen, wie die Sitzung sich anfühlen wird. Das ist ein absolut hoffnungsloses Unterfangen. Ich habe noch nicht einmal erlebt, dass jemand von der Liege aufgestanden ist und zu mir gesagt hat: „Ja, genau so hatte ich es mir vorgestellt.“ Es ist dann doch jedes Mal irgendwie anders als gedacht. Daher: Mit je weniger Erwartungen man in eine Sitzung geht, desto besser.
  • Wenn möglich, gehe nüchtern zu einer Sitzung. D.h. im Idealfall hast du mind. eine Stunde vorher nichts mehr gegessen. Dann ist dein Körper nicht mit der Verdauung beschäftigt und die Energie kann leichter fließen.

Und wenn mir doch etwas „dazwischen“ kommt?

Natürlich kann es immer sein, dass man aus unterschiedlichsten Gründen entscheidet, doch nicht zur verabredeten Sitzung zu gehen. Das ist in Ordnung. Doch sollte man sich hier an bestimmte Regeln der Fairness und des Respekts halten.

Bitte sage baldmöglichst, nachdem du es entschieden hast, ab.

Viele Praktikerinnen haben Regelungen darüber, wie lange im Voraus eine Sitzung abgesagt werden muss, z.B. spätestens 24 Stunden vorher. Bei kurzfristigeren Absagen muss die Sitzungsgebühr dann trotz Absage bezahlt werden. Es ist so: Für dich ist eine Stunde reserviert und es ist meist nicht möglich, so schnell einen Ersatz zu organisieren. Daher solltest du für deine Terminvereinbarung verbindlich einstehen und im Fall einer Absage die Zeit bezahlen, die für dich freigehalten wurde.

Das Europabüro in Bonn hält auf seiner Homepage eine Liste von Praktikerinnen und Praktikern bereit:

Zur Praktiker-Suche



    5 replies to "Rund um eine Sitzung – Teil 1: Vorher"

    • Manuela Streule

      Liebe Anke
      Herzlichen Dank für das tolle Video!! Du hast das so wunderschön gesagt und die richtigen Worte gefunden!
      Herzliche Grüsse
      Manuela

    • Sabine

      Ach, was freue ich mich gerade auf meine nächste Sitzung!!!
      Vielen Dank, liebe Anke!
      Wieder so ein rundum schönes Video. Es tut gut, dich zu sehen und zu hören. Und es ist auch immer eine Wohltat für‘s Auge, wie schön der Hintergrund gestaltet ist.
      Herzliche Grüße
      Sabine

    • Christiane Holzmeister

      Suuuuper. DANKE. Neben JSJ bist du genau damit in deinem Element!. Gratuliere

    • EvaLiebmann

      Liebe Anke, Danke für das schöne Video.Liebe Grüße,Eva

    • Susanne

      Liebe Anke,
      vielen Dank für Dein gelungenes Video!
      Herzliche Grüße, Susanne

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*